Arts Club Berlin

ACB

ARTS CLUB BERLIN im VEREIN BERLINER KÜNSTLER |
eine Initiative der Künstlerinnen und Künstler des VBK

open club | Montag, 7.Mai2018, 19.30 Uhr

Im Rahmen der Ausstellung der Ausstellung TOTALITÄR ein Vortrag von Gertrud Schrader / Künstlerin

Foto©VBK_Ute Deutz »Snag« (Detail)|
  Foto©VBK_Ute Deutz »Snag« (Detail)

Materialität digital – alles programmiert? Überlegungen zur Wirkmacht digitaler Technologien

Programmierungen bezeichnen im engeren Sinn die Erstellung von Computersoftware, basierend auf mathematischen Algorithmen. Im Kontext der zunehmenden Digitalisierung in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen erhalten sie eine Lebenswirklichkeiten prägende Relevanz.

Doch nicht ausschließlich an biologischen Körpern wird deutlich, dass ein Dualismus von einerseits mathematischer Berechnung und andererseits Materialität nicht mehr aufrechterhalten werden kann.

In dem Vortrag legt die Referentin zunächst im Rückgriff auf Joseph Weizenbaum gesellschaftliche Implikationen der Interaktionen von Subjekten und technologischen Artefakten dar, um weiter mit Karen Barads Ansatz des agentiellen Realismus und dem von ihr geprägten Begriff der Intra-aktion eine Wirkmächtigkeit von keinesfalls vordiskursiven Materialitäten und ebenso zu kontextualisierenden menschlichen Akteuren hervorzuheben.

Gertrud Schrader, Bildende Künstlerin, Lehrkraft für besondere Aufgaben, Medienkünstlerin, Doktorandin an der LEIBNIZ UNIVERSITÄT HANNOVER/Philosophische Fakultät. Institut für Gestaltungspraxis und Kunstwissenschaft.

MONTAG, 7.Mai 2018 Beginn 19.30 Uhr,
Einlass ab 19 Uhr
Der Eintritt ist frei! Und die Bar geöffnet!

Gerne können die Gespräche bei einem Glas Wein fortgesetzt werden!
Sie/Ihr seid herzlich willkommen!
Es grüßt Sie/Euch das ACB Team

Ort: Galerie VEREIN BERLINER KÜNSTLER
Schöneberger Ufer 57 | 10785 Berlin

Kalender open club im ACB bis 1.HJ.2018

PROGRAMM | März - Juli 2018
KUNST | Gesellschaft | Wissenschaft | Literatur

  • Montag, 19. März | Kunst und Literatur

Buchvorstellung und Lesung mit Ulrich Brömmling / Autor
Edvard Munch in Berlin.

Edvard Munch und der Verein Berliner Künstler. Der Autor Ulrich Brömmling schildert neue Forschungserkenntnisse über den norwegischen Künstler und seine Zeit in Berlin zwischen künstlerischen Höhenflügen und seelischen Abstürzen.  Unter den gewonnenen Aspekten kann in der anschließenden Diskussion mit dem Publikum die damalige Kunstszene Berlins neu beleuchtet und gewertet werden.                     

Dr. Ulrich Brömmling, Skandinavist, Stiftungsexperte und Journalist, befasst sich seit vielen Jahren mit Verbindungslinien von skandinavischer und deutscher Geisteswelt.

  • Montag, 26. März |Kunst und Wissenschaft

Unterwasserfotografie aus Berliner und ostdeutschen Seen mit Detlev Loll / Fotograf

Qualle, Schwamm & Co

Ohh, Ohh und Aaah - der tauchende Fotograf Detlev Loll berichtet von seinen Tauchgängen. „wild & connected“ goes subaqueous. Wir wollten schon immer mal wissen, was unter uns so los ist, wenn wir im See schwimmen gehen..

  • Montag, 23. April | Kunst und Literatur

Buchvorstellung und Lesung mit Annette Seemann / Autorin

Ich bin eine befreite Frau. Peggy Guggenheim“.

Eine Hommage zum 120. Geburtstag von Peggy Guggenheim In dem neu erschienenen Buch (13.03.18) gibt die Autorin faszinierende Einblicke in das unkonventionelle Leben der Kunst-Ikone, ihren Aufstieg zur Mäzenin und bedeutendsten Galeristin des 20. Jahrhunderts.

Annette Seemann, promovierte Germanistin, lebt als freie Autorin und Übersetzerin in Weimar und war viele Jahre für die Frankfurter Allgemeine Zeitung tätig.

  • Montag, 07. Mai | Kunst und Kunstwissenschaft

Vortrag mit Gertrud Schrader / Künstlerin

Materialität digital – alles programmiert? Überlegungen zur Wirkmacht digitaler Technologien

Programmierungen bezeichnen im engeren Sinn die Erstellung von Computersoftware, basierend auf mathematischen Algorithmen. Im Kontext der zunehmenden Digitalisierung in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen erhalten sie eine Lebenswirklichkeiten prägende Relevanz.

Doch nicht ausschließlich an biologischen Körpern wird deutlich, dass ein Dualismus von einerseits mathematischer Berechnung und andererseits Materialität nicht mehr aufrechterhalten werden kann.

In dem Vortrag legt die Referentin zunächst im Rückgriff auf Joseph Weizenbaum gesellschaftliche Implikationen der Interaktionen von Subjekten und technologischen Artefakten dar, um weiter mit Karen Barads Ansatz des agentiellen Realismus und dem von ihr geprägten Begriff der Intra-aktion eine Wirkmächtigkeit von keinesfalls vordiskursiven Materialitäten und ebenso zu kontextualisierenden menschlichen Akteuren hervorzuheben.

Gertrud Schrader, Bildende Künstlerin, Lehrkraft für besondere Aufgaben, Medienkünstlerin, Doktorandin an der LEIBNIZ UNIVERSITÄT HANNOVER/Philosophische Fakultät. Institut für Gestaltungspraxis und Kunstwissenschaft.

  • Montag, 28. Mai |Kunst und Gesellschaft

Vortrag mit Michaela Stadler / Kunsthistorikerin

Life/Work Planning für Künstler.

Die Methode des Life/Work Planning hilft auf ungewöhnliche Weise, die eigenen spezifischen Fähigkeiten zu erkennen und unterstützt proaktiv die Entwicklung und die Koordination der künstlerischen Arbeit und individuell stimmiger Tätigkeiten. Life/Work Planning kann bildenden Künstlern in doppelter Hinsicht sehr gute Dienste leisten: sowohl bei ihrer künstlerischen Positionierung als auch bei der Suche eines möglichst passenden „Brotjobs“.

Michaela Stadler, Kunsthistorikerin, ist Trainerin und Coach für Karrierestrategie –Entwicklung, insbesondere für mobil lebende Menschen. Als "accompanying spouse" war sie 20 Jahre im Rahmen des Auswärtigen Dienstes unterwegs und berät dort heute die Mitausreisenden in Fragen ihrer beruflichen Positionierung. An der FU Berlin absolvierte sie die Ausbildung in der Methode „Life/Work Planning“.

  • Montag, 09. Juli |Künstler- Projektpräsentation

Künstlergespräch mit Detlef Suske / Künstler

“Pomonas Kabinett“.

Die konzeptionellen Fotoarbeiten von Detlef Suske setzen sich immer wieder mit dem scheinbar unauflösbaren Konflikt zwischen unserer modernen Industriegesellschaft und der Natur/ Umwelt auseinander. Projektionsfläche dafür sind für Suske immer wieder die Alpen. Grundlage seiner neuesten Arbeit "Pomonas Kabinett" aber ist eine Sammlung historischer Wachsfrüchte des Fürsten Franz von Anhalt Dessau (1740-1817). Der Fotograf zeigt hierbei Objekte, die heute zum großen Teil ausgestorbene Arten, als Artefakte gelten müssen und von schwindender Biodiversität zeugen.

Detlef Suske hat Publizistik in Mainz, Film in Glasgow sowie Fotografie an der Ostkreuzschule Berlin studiert und zahlreiche internationale Artist-in-Residence-Stipendien erhalten. 2012 bekam er den Kunstpreis des Neuen Kunsthauses Ahrenshoop und 2018 den Benninghauspreis - Kunstpreis des VBK. Detlef Suske ist seit 2012 Mitglied im Verein Berliner Künstler.

Öffnung der Galerie ab 19.00 Uhr

Beginn der Veranstaltungen 19.30 Uhr

Eintritt frei

Arts Club Berlin

Die zunehmende Mobilität von Kulturschaffenden eröffnet neue Perspektiven, aber auch Herausforderungen an die Möglichkeit einer gemeinsamen Verortung, denen der VBK mit dem Modell des ARTS CLUB BERLIN begegnet. Konzipiert als ein kommunikatives Forum, schafft der ARTS CLUB einen offenen informellen Treffpunkt für internationale und Berliner Kulturschaffende. Durch regelmäßige Clubtreffen, Vorträge und Diskussionsabende fördert der Club die interdisziplinäre, kultur- und generationsübergreifende Verständigung. Der ARTS CLUB BERLIN versteht sich somit als ein Ort der Gastfreundschaft und des Austauschs zwischen Erfahrungsträger/innen divergierender Lebens- und Arbeitsrealitäten. Neben der solidarischen Vernetzung Berliner Kulturproduzent/innen, ist es ein besonderes Anliegen, denjenigen, die neu in der Stadt sind, einen Orientierungspunkt in der Berliner Kunstszene zu bieten.

Durch die institutionelle Verankerung im VBK profitiert der ARTS CLUB BERLIN von der professionellen, sozialen und organisatorischen Infrastruktur des Vereins und seiner Mitglieder. Zugleich sucht der ARTS CLUB BERLIN Partnerschaften und projektorientierte Zusammenarbeit mit internationalen Austausch- und Stipendienprogrammen, den Kulturabteilungen der Botschaften und Kunstinstitutionen, die in Berlin verankert sind. Den Auftakt für eine Serie von künstlerischen Diskursveranstaltungen bildet das im Herbst 2012 initiierte public discourse Programm. Als informelle Plattform für künstlerischen Austausch leistet der ARTS CLUB BERLIN mit öffentlichen Diskursveranstaltungen und unterschiedlichen Formaten internationaler Zusammenarbeit einen wertvollen Beitrag zur Verständigung und Solidarität zwischen Kunstproduzent/innen.

Weitere Informationen: www.arts-club-berlin.de